Protest und Repression in Kolumbien
Opfer von Staatsgewalt auf der Suche nach Wahrheit, Gerechtigkeit
und Entschädigung

Veranstaltung mit Yuri Neira – Mitglied der Bewegung der Opfer von Verbrechen
des Staates – MOVICE
11. September 2012, 20:00 – 22:00 Uhr

Permanente Verfolgung und Kriminalisierung sozialer Bewegungen, begleitet
von hoher Straflosigkeit, bestehen in Kolumbien seit Jahrzehnten. Diese
Situation veranlasste viele Opfer und ihre Verteidiger_innen sich als “Bewegung
der Opfer von Verbrechen des Staates” (MOVICE) zusammenzuschließen, um
den kolumbianischen Staat zur Verantwortung zu ziehen. Mit ihrer Arbeit
versucht MOVICE an der Aufarbeitung eines “historischen Gedächtnisses” aus
Sicht der Opfer mitzuwirken, und fordert Wahrheit, Gerechtigkeit und integrale
Entschädigung.
Yuri Neira Salamanca, ist der Vater von Nicolas Neira, einem 15 jährigen Jungen
der in Bogota auf der 1. Mai Demonstration im Jahr 2005 von Mitgliedern des
Polizeisonderkommandos Escuadrón Móvil Antidisturbios (ESMAD) ermordet
wurde. Im Laufe der letzten Jahre hat sich Yuri daraufhin der Aufarbeitung von
Polizeigewalt in Kolumbien gewidmet. Permanente Verfolgung und Bedrohung
waren die Folgen und erzwangen letztendlich seine Ausreise ins Exil .
Ausgehend von seiner Geschichte will er den hohen Grad an Straflosigkeit in
Kolumbien aufzeigen.

Ort: Meuterei, Reichenberger Str. 58, 10999 Berlin
Veranstalterin: Kolumbienkampagne Berlin

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