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Vom Streik zu den Verhandlungstischen

Nach dem die Regierung in den letzten Tagen vertraglich zugesichert hat die Menschenrechte zu wahren und soziale Proteste zu zulassen so wie zu schützen, erreichte die Bewegung „Minga“ heute eine Einigung über die eingeforderten regionalen Verhandlungsrunden mit der Regierung. Die „Minga“ geht weiter! Nun jedoch in den regionalen Verhandlungstischen statt auf der Straße. Eines steht schon jetzt fest. Der größte Erfolg der „Minga“, ist die Mobilisierung gewesen. Das zusammenbringen der Menschen, das streiken für gesellschaftliche Transformationen und für einen wirklichen Frieden mit sozialer Gerechtigkeit. In diesem Sinne wird die „Minga“ nicht aufhören, sondern sie fängt gerade erst an! Der Prozess wird lang und schwierig werden und mit Sicherheit sind weitere Proteste als Nachdruck und zur Durchsetzung erforderlich. Aber „Streike hart“, „ändern wir das“ ist das richtige Mittel zum Ziel! Das Land braucht eine Demokratisierung, eine Veränderung der gesellschaftlichen Verhältnisse und einen Änderung der Wirtschaftspolitik.

Die „Minga“ ist gewachsen. Die Menschen haben Mut und Hoffnung bekommen, die Solidarität hat Verbindungen geschaffen. Es herrscht Einigkeit darüber, „das Leben ist hart“: Die Gesundheitsversorgung ist schlecht, die Trinkwasserversorgung, die Bildung, die Wohnraumsituation und hinzukommend, die Zerstörung der Umwelt, die Enteignung und Landvertreibung und… Alles Probleme die die Menschen angehen und verändern wollen. Die Regierung wird es nicht von selbst machen. Weit über 200.000 Menschen haben sich in den 15 Tagen Protest in Streiks, Blockaden und Aktionen beteiligt. Und es werden sich weiterhin neue Sektoren, Bewegungen und Menschen anschließen, dies ist das positivste Ergebnis der „Minga“ dieser Tage.

Die „Minga“ war ein voller Erfolg! Denn die Bedingungen waren schwer: Massive polizeiliche und militärische Repression mit drei getöteten Protestierenden und hunderten Verletzten, Massenverhaftungen und dann auch noch Observierungen und Bedrohungen durch Paramilitärs.  Jetzt wird es darauf ankommen, weiterzumachen, die kollektiven Prozesse zu stärken und auszubauen. Ein nachhaltiger Frieden mit sozialer Gerechtigkeit wird nur mit Hartnäckig und Ausdauer erreicht werden. Ein erster Schritt hierzu ist gemacht. Jetzt erst recht wird sich die „Minga“ fortsetzen,  denn“wer Frieden sät, wird Hoffnung ernten!“

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