Im Norden Kolumbiens befindet sich einer der größten Kohle-Tagebauten der Welt: El Cerrejón. Die hier von drei multinationalen Unternehmen abgebaute Kohle wird unter anderem in deutschen Kraftwerken verheizt. Die lokale Bevölkerung profitiert davon nicht, im Gegenteil: Vertreibung, Umweltzerstörungen, Dürren, Krankheiten und Unterernährung sind die Folge.

Obwohl die humanitäre Katastrophe um die Kohlemine El Cerrejón seit langem von den lokalen Gemeinschaften und von Menschenrechtsorganisationen angeklagt wird, hat sich wenig getan. Das Departamento La Guajira, in dem die Mine liegt, ist eines der ärmsten Kolumbiens. Nach wie vor sind Unterernährung und Kindersterblichkeit in der betroffenen Region hoch, und die Kohlegrube dehnt sich immer weiter aus. Gemeinschaften die sich gegen die Umsiedung und die Zerstörung ihrer Lebensgrundlage wehren werden bedroht. Der letzte Mordversuch gegen einen Anti-Kohle-Aktivisten der Wayú liegt gerade einmal zwei Wochen zurück.

Wegen der anhaltenden Aktualität haben wir uns entschlossen das folgende Video aus dem Jahr 2017 zu übersetzen und mit deutschen Untertiteln zu versehen. Das Video erklärt euch in 5 Minuten die Geschichte der Gemeinschaften im Departamento La Guajira und die Auswirkungen des Kohleabbaus in den vergangenen 30 Jahren.

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