Polizei und Militär greifen Indigene im Cauca in Kolumbien an

Cali. Staatliche Einsatzkräfte haben am vergangenen Wochenende das Dorf El Palo im Süden Kolumbiens gestürmt. Nach offiziellen Angaben sollte ein Haftbefehl vollstreckt werden. Wie die Organisation indigener Gemeinden ACIN berichtet, wurde dort gerade ein Markt beendet, Aktivisten von Landbesetzungen waren ebenfalls präsent. Willkürlich sei in die Menge geschossen worden. Dabei wurde ein Jugendlicher durch einen Kopfschuss getötet und viele weitere Personen verletzt. Aktuell schweben noch sechs Personen in Lebensgefahr. Weiterlesen

Advertisements

Zwischen Landraub und Post-Konflikt: Steinkohleförderung in Kolumbien

guter Radiobeitrag vom NPLA zum Kohleabbau und Post-Konflikt:

Noch in diesem Jahr werden in Deutschland die letzten Steinkohle-Zechen dicht gemacht. Doch noch immer ist die Nachfrage für die Stromgewinnung hierzulande groß. Importiert wird der Rohstoff meist aus Übersee. Zu den wichtigsten Kohle-Lieferanten gehört Kolumbien. In dem südamerikanischen Land wurde vor anderthalb Jahren ein Friedensabkommen zwischen der Regierung und der größten Guerilla-Organisation FARC abgeschlossen – nach zähen Verhandlungen und Jahrzehnten des Bürgerkriegs. Doch für die Menschen in der Guajira im Norden Kolumbiens gibt es keinen Frieden. Denn hier liegt „El Cerrejon“, einer der größten Steinkohle-Tagebaue der Welt. Und eine Bedrohung für das Leben der Menschen in der Region.

Die Radioreihe „Menschenrechte und Unternehmen“ ist ein Kooperationsprojekt des Forschungs- und Dokumentationszentrum Chile Lateinamerika e.V. (FDCL) mit dem Nachrichtenpool Lateinamerika e.V. (NPLA)

Zur Unterstützung von Alberto Castilla, der Senator der landwirtschaftlichen Kleinproduzent*innen

Wir vom Red de Hermandad y Solidaridad con Colombia erklären hiermit die Unterstützung unseres langjährigen Bekannten Jesús Alberto Castilla. Der gerade wiedergewählte Senator des kolumbianischen Parlaments ist seit Jahren in der Agrar-Bewegung aktiv und wird seit vergangener Woche von der kolumbianischen Staatsanwaltschaft stigmatisiert. Diese hat das höchste Gericht aufgefordet gegen Castilla wegen angeblicher Verbindungen zur ELN-Guerilla zu ermitteln Wir betrachten diesen Vorgang als Teil der laufenden juristischen Verfolgungsstrategie, die sich gegen soziale Bewegungen und ihre Sprecher*innen, welche sich für Veränderungen bei den sozialen Ungleichen Zuständen einsetzen, so wie für die Sicherstellung politischer Partizipation und bei der Herstellung von Gerechtigkeit in Bezug auf die Opfer des bewaffneten Konfliktes.

Wir kennen Alberto Castilla, seine Persönlichkeit, so wie sein soziales und politisches Handeln, sein Engagement und seine Arbeit als Verteidiger der Menschenrechte, weshalb wir ihm hiermit unterstützend zur Seite stehen. Seit Beginn unserer Arbeit, hat das REDHER organisatorische Prozesse der kleinbäuerlichen Bewegungen im Catatumbo begleitet, so nahmen wir auch an der konstituierenden Versammlung der CISCA (Komitee für die soziale Integration im Catatumbo) teil, in jener Organisation war Alberto Castilla einer der bekannten Sprecher gewesen. Wir bestätigen, dass Alberto Castilla die nationale kleinbäuer*innen Bewegung CNA, so wie die politische Bewegung Congreso de los Pueblos unterstützt, so wie weiterhin in seiner Funktion und Amtsausübung als Senator, die sozialen Sektoren und Bäuer*innen repräsentiert. Weiterlesen

Que la paz no nos cueste la vida – Dass der Frieden uns nicht das Leben kostet

Kampagne zu den Morden an sozialen Aktivist*innen in Kolumbien

PARAMILITARISMUS

Es gibt keinen Frieden in Kolumbien: Der Krieg geht weiter.

Bereits mit dem Beginn des Friedensprozesses zwischen FARC und Regierung im Jahr 2012, haben die Menschenrechtsverletzungen stark zugenommen. Seit dem Friedensabkommen mit der größten Guerillaorganisation des Landes, vor mehr als einem Jahr, stehen sozial und politisch aktive Menschen in Kolumbien unter enormer Lebensgefahr. Wöchentlich werden mehrere Aktivist*innen getötet, sowie unzählige Menschen bedroht und von ihrem Land vertrieben. Allein im Januar 2018 wurden 27 solcher Morde bekannt. Die Opfer sind Bäuerinnen, Indigene, Afrokolumbianer, Sprecherinnen sozialer Bewegungen, kolumbianische Menschenrechtsaktivisten sowie Ex-Guerilleros und ihre Familienangehörigen.

Weiterlesen

Veranstaltung in Berlin – Kolumbien: Gerechtigkeit und Frieden für die Frauen?

(Español abajo)
Podiumsgespräch Mit:
Mayerlis Angarita Robles,Gründerin des Frauenkollektivs „Narrar para Vivir“ (Erzählen um zu leben)
und Frauenaktivistin, Kolumbien Jineth Bedoya Lima, Journalistin und Frauenaktivistin, Preisträgerin des International Press Freedom Award und Courage in Journalism Award, Kolumbien
Moderation: Dr. María Angela Torres-Kremers, Journalistin und Kommunikations­wissenschaftlerin aus Kolumbien.
Colombia: ¿Justicia y paz para las mujeres?
Discusión : Jueves, 8 de marzo 2018, 19:00 – 21:00
Haus der Demokratie und Menschenrechte
Greifswalder Str. 4, 10405 Berlin

Weiterlesen